Zwiesprache mit einem Engel

 
Zwiesprache mit einem Engel
"Zwiesprache mit einem Engel." Wenn man neu in den Himmel kommt, ist alles fremd und doch vertraut. Man kennt es und kennt es auch nicht. Man kennt sich nicht aus und kennt es doch von irgendwo her, ganz tief in der Seele weiß man, man ist zu Hause. So ein Gefühl habe ich. Ein wenig Angst beschleicht mich, was wohl alles so auf mich zukommen wird, Ich sitze traurig da und denke an mein Leben auf der Erde, ich habe noch nicht alles vergessen. Ich habe liebe Menschen zurückgelassen, sie haben geweint, als ich eingeschlafen bin. Ich bin eingeschlafen, friedlich und still, mit dem Gefühl, daß es richtig ist, so wie es ist. Nun bin ich hier erwacht, alleine, und ich frage mich, wo denn die Engel sind, und die Menschen, die schon vor mir diesen Weg gegangen sind. Nein, du bist nicht alleine, höre ich eine Stimme in meinem Kopf. Ich blicke mich um, und da sitzt ein Wesen, wunderschön und wie von innen leuchtend. Ich bin dein Empfangs-Engel, höre ich den hell leuchtenden, wunderschönen Engel in meinem Kopf sprechen. Ich helfe dir, dich zurechtzufinden, solange du es noch nicht kannst. Es dauert nicht mehr lange, dann weißt du wieder, wo du bist, daß du zu Hause bist, in deiner Heimat, von wo du auf die Erde gegangen bist. Ich bringe dich gleich zu unserem anderen Empfangs-Engel. Du wirst dich mit ihm unterhalten, wie es auf der Erde war, ob du alles erlebt hast, was du erleben und fühlen wolltest, und ob deine Seele das gelernt hat, was du lernen wolltest, und ob du die Liebe auf der Erde gefunden hast. Komm mit. Der Engel erhebt sich schwebend. Ich will aufstehen, aber ich fühle meinen Körper nicht. Ich fühle keine Beine, keine Arme, keine Finger, gar nichts! Ich will mich wieder aufstützen, um aufzustehen, aber es geht nicht. Denke, was du machen möchtest, sagt der Engel, und da fällt es mir wieder ein. Ich habe ja keinen Körper mehr! Ich denke, daß ich aufstehen will, und schon stehe ich. So schnell geht das, staune ich, und ich bin so leicht!Ich folge dem Engel, der auf ein Tor zugeht, hinter dem es auch so ein schönes, helles, warmes Licht gibt, genau wie der Engel vor mir. Er nickt mir aufmunternd zu. Geh hinein und habe keine Angst, sagt er. Das Tor öffnet sich ein wenig, das Licht wird heller, hüllt mich ein, wärmt mich, umarmt mich und macht mich glücklich. Ich gehe in eine Wolke aus Licht und wunderschöner Musik, und ich fühle ein nie gekanntes, großes, wunderbares Gefühl von Liebe, Vertrauen und Geborgenheit. Ich weiß, ich bin zu Hause, hier gehöre ich hin; ich könnte weinen vor Freude und Erleichterung. Komm nur herein, höre ich in meinem Kopf, wir warten alle auf dich. Dann lichtet sich die Wolke, es wird strahlend hell, ich sehe Umrisse von Gestalten. Ich meine, meine Großmutter erkennen zu können, die mich gütig anlächelt. Oma, endlich! denke ich voller Freude. Ein schwarz-weißer Schatten kommt auf mich zu, und ich weiß, das ist mein Dickerle, mein geliebter Kater, den ich vor einem halben Jahr gehen lassen mußte, und freue mich, ihn gleich in die Arme nehmen zu können, ihn zu streicheln und sein Schnurren zu hören. Irgendwo höre ich jemanden ganz laut weinen und rufen: "Dickerle, mein Dickerle, da bist du ja! Komm her zu mir, mein Räuberle, komm zu Frauchen!" Ich strecke die Hände nnch meinem Dickerle aus, aber irgendetwas hält mich zurück, irgendwie haben sich meine Hände verfangen, ich kann meinen Kater nicht erreichen. Ich werde sauer, weil ich es nicht abwarten kann, ihn zu fühlen. Meine Oma schüttelt sanft, kaum merklich den Kopf und lächelt leise und wissend, da verschwimmt ihr Gesicht, und das Licht, das schöne, warme Licht verblaßt. Ich sehe verwirrt um mich. Ich erkenne zuerst nicht, wo ich bin, ich will doch zu meinem Dickerle und zu meiner Oma! Meine Hände sind immer noch ausgestreckt und suchen hin und her, da stoße ich mir meinen Ellenbogen. Das tut weh! Jetzt erst begreife ich. Ich bin in meinem Bett, halb liegend und halb sitzend, mit ausgestreckten Armen und das Gesicht naß von Tränen. Der Nachtschrank war im Weg, daran habe ich mir wohl den Ellenbogen gestoßen. Ich atme laut aus, denn ich hatte die Luft angehalten, und kann mich ganz langsam entspannen. Ich begreife: Ich habe alles geträumt! Und ich war es, die laut geweint und nach meinem Dickerle gerufen hat. Wahrscheinlich bin ich dadurch wach geworden. Ich bin noch ganz gefangen von diesem Traum-Erlebnis, er erschien mir so wahr, als hätte ich alles ganz wirklich erlebt. Ich lege mich zurück in die Kissen. Eine Träne rinnt über meine Wangen. Ich bin verwirrt, traurig und glücklich zugleich. Ich weiß nun, wie es sein wird, wenn wir die Erde und unser Leben hier verlassen. Es wird wunderbar werden! Es wird wirklich so schön sein, als ob man nach Hause geht. Niemand braucht Angst zu haben. Unser Zuhause, unsere Heimat hinter dem Regenbogen ist wunderschön. Ich bleibe eben noch eine Weile hier, es war nur ein Traum. Doch eine Wehmut bleibt: Ich hätte so gerne meinen Dickerle gestreichelt und ihn schnurren gehört, ich hatte mich so darauf gefreut... (03.02.12)
Balises:
 

Noter cette image:

  • Actuellement 5.0/5 étoiles.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

2 Votes.


Partager ce Blingee

  • Facebook Facebook
  • Myspace Myspace
  • Skyrock Skyrock
  • Tumblr Tumblr
  • Pinterest Pinterest
  • Partager ce Blingee plus...

Lien court vers cette page:

 

Stamps Blingee utilisés

11 graphiques ont été utilisés pour créer cette image "woman man love".
Deco Stars-Starburst BG~Blue
frame
Asia Beauty - Black Shadow >Develchen<
gold fairy
Garland Red Heart Love Valentine Frame_²u
Animated frame blue
animated cupid
SERCE  LOVE HEART  VALENTINE
Tiny Animated Line Glitter Frame~Red
SERCE LOVE valentine HEART
rose glitter
 
 

Veux-tu ajouter un commentaire?

Viens t'inscrire à Blingee (pour un compte gratuit),
Connexion (si tu es déjà membre).

Nos partenaires:
FxGuru: Special Effects for Mobile Video